23 Dez

3. Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof – Neue Impulse für Forschung und Praxis

Vom 14.-16.11.2017 fand die inzwischen dritte Tagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof statt. Über drei Tage konnten sich im Schloss Rauischholzhausen Forschung und Praxis im Bereich Lernort Bauernhof begegnen und austauschen, mit dem Ziel, im gemeinsamen Dialog den Lernort Bauernhof weiterzuentwickeln und zu stärken.

Auch die Kingwood Highland nahm an diesem besonderen Event teil. Nach einem entspannten Ankommen am Dienstag mit einem ersten Kennenlernen und gemeinsamer Entdeckung des Schlossparks wurde uns auch schon früh klar, welcher unser bevorzugter Tagungsordnungspunkt sein wird: der abendliche, offene Austausch im Bierkeller. Aus persönlicher Erfahrung wissen wir, dass die besten Ideen bei einer Flasche Bier entstehen und zukunftsfähige Partnerschaften auf einem Bierdeckel festgehalten werden. Der Mittwoch bot eine Vielzahl an Themen an, über „Fostering humanity and transformation through farming as learning activity” von Erling Krogh (Norwegian University of Life Sciences) bis hin zu „Jugendliche und Natur – kein Widerspruch“ von Dr. Stephanie Dorandt (i.m.a -information.medien.agrar e.V., Berlin). Durch lange und intensive Diskussionen wurde der Zeitplan immer weiter nach hinten verschoben, so dass wir bis spät in den Abend noch im Tagungsraum saßen. Am Donnerstag wurde es nochmal besonders spannend für uns als verschiedene Modellprojekte und Konzepte vorgestellt wurde, wobei besonders die Idee des „Weltackers“ und das „LERNfeld“ – Programm der ETH Zürich unser Interesse geweckt haben. Natürlich wurden entsprechende Kontakte im Bierkeller geknüpft.

Ein Punkt den wir hervorheben möchten ist, dass auf diesem Seminar alle Teilnehmenden wirklich auf Augenhöhe waren, egal ob Professor, Betriebsleiter oder halt Studenten und Arbeiter wie wir. Dies schaffte eine sehr produktive Atmosphäre, in der die gemeinsame Arbeit einfach Spaß gemacht hat. Das ist nicht selbstverständlich.

Nichts desto trotz haben wir auch angestoßen, dass sowohl Verbände wie auch Forschung und Praxis mehr tun müssen um junge Leute in die Positionen der „Lehrenden“ auf dem Lernort Bauernhof zu bringen. Mit unseren gut 20 Jahren waren wir (mit zwei Ausnahmen) die jüngsten Teilnehmer. Wir wissen aus unserer langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit nur zu gut, dass sich die Effizienz der Kommunikation antiproportional zu der Distanz zwischen Lehrenden und Jugendlichen verhält. Von daher ist es wichtig, in dieser Richtung aktiv zu werden. Nicht nur, um die Vermittlung von Lehrinhalten an Kinder und Jugendliche zu verbessern, sondern auch weil es jungen Leuten, seien es nun Auszubildende oder Studenten der Agrar- oder Umweltwissenschaften, die Möglichkeit gibt ihr Wissen zu festigen und anzuwenden, was sich auch positiv auf die eigene Entwicklung auswirkt.

Insgesamt kann man sagen, dass die verschiedenen Perspektiven aus Forschung und Praxis nicht nur kreative Inputs für uns darstellen, sondern auch dazu anregen, unser eigenes Projekt kritisch zu reflektieren.

Wir möchten der BAGLoB als Tagungsleiter wie auch den anderen Träger der Veranstaltung für die Organisation und Durchführung dieser sehr gelungen Aktion danken und freuen uns schon auf die BAGLoB-Bundestagung vom 2.-4.03.2018 in der Rhön.

 

Cheers, eure Kingwood Highland Farm