31 Jan

„WIR-HABEN-ES-SATT“-Demo 2018, Berlin

Wow. Was eine Fahrt, was ein Wochenende, was für eine fantastische „Wir-haben-es-satt“-Demo 2018.

Am Samstag, den 20.1, fanden sich über 160 Landwirte aus ganz Deutschland mit ihren Schleppern in Berlin ein um dort die inzwischen achte „Wir-haben-es-satt“-Demonstration anzuführen. Auch wir waren dabei und kämpften uns (trotz Klausuren, Essays und sonst ner Menge Arbeit) gemeinsam mit weiteren Landwirten aus dem Umkreis Nordhessen Richtung Berlin. Und wieder zurück. Insgesamt über 30 Stunden auf dem Schlepper (von dem Spritverbrauch und Reifenverschleiß sprechen wir besser erst gar nicht), aber der Aufwand hat sich gelohnt. Mit weiteren 33.000 Demonstranten gingen wir auch dieses Jahr wieder auf die Straße um zu zeigen, dass unser derzeitiges Agrarsystem, inklusive Überproduktion, Exportorientierung wie auch Massentierhaltung, keine Zukunft hat.

Besonders erfreut hat uns, dass dieses Jahr sehr viele junge Menschen teilnahmen, vor allem angehende Landwirtinnen und Landwirte. Das Interesse unserer Generation und der folgenden für Landwirtschaft, Umwelt und Konsum zu wecken ist der erste Schritte, um eine umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft zu gestalten. Wir können nur jedem Einzelnen empfehlen, sich selbst mit dem was er kauft und isst auseinander zu setzen, und selbst aktiv zu werden, denn Essen ist politisch. Dabei ist die „Wir-haben-es-satt“-Demo nicht nur ein guter Weg, seine Überzeugungen nach außen zu tragen. Es ist darüber hinaus noch eine Menge Spaß.

So war es uns auch dieses Jahr wieder ein Fest, alte Freunde zu treffen, neue kennen zu lernen und gemeinsam für unsere Zukunft zu kämpfen. Wer sollte es sonst auch tun, wenn nicht wir?

Dementsprechend freuen wir uns schon auf das nächste Jahr.

Cheers, eure Kingwood Highland Farm

23 Jan

Fortbildungen im Rahmen des „Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025“

Klima-Ernährung-Landwirtschaft. Drei Themen die eng miteinander Verbunden sind. Dies ist mittlerweile auch in der Politik angekommen, und genauso die Potentiale, die der Lernort Bauernhof für die Aufklärung über diesen Themenkomplex bietet. Deswegen wurden von dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und der Arbeitsgruppe „Bauernhof als Klassenzimmer“ (BaK) Fortbildungen für interessierte Landwirte zum „Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025“ initiiert.

An selbigen nahmen wir ebenfalls Teil. Auf dem Hof Buchwald konnten wir uns zusammen mit anderen engagierten Landwirten sowohl theoretisch wie auch praktisch mit der Vermittlung von klimabezogenen Inhalten im Rahmen der Bauernhof-Pädagogik auseinandersetzen. Dabei gab vor allem der Austausch mit den Kollegen viele neue Impulse, wie kreative Angebote für Kinder und Jugendliche gestaltet werden können.

Wir freuen uns mega darüber, dass der Lernort Bauernhof als essentieller Bestandteil des Klimaschutzplans des Landes Hessen betrachtet wird und auch so viele andere Landwirte sich für dieses wichtige Thema interessieren. Dies ist die Grundvoraussetzung, um Schülerinnen und Schüler (und auch deren Eltern) im Rahmen des BaK für die Klimarelevanz des eigenen Konsums zu sensibilisieren.

Wir möchten dem LLH, BaK und vor allem dem Hof Buchwald für die interessante Veranstaltung danken und freuen uns auf weitere Zusammenarbeit.

Cheers, eure Kingwood Highland Farm

23 Dez

3. Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof – Neue Impulse für Forschung und Praxis

Vom 14.-16.11.2017 fand die inzwischen dritte Tagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof statt. Über drei Tage konnten sich im Schloss Rauischholzhausen Forschung und Praxis im Bereich Lernort Bauernhof begegnen und austauschen, mit dem Ziel, im gemeinsamen Dialog den Lernort Bauernhof weiterzuentwickeln und zu stärken.

Auch die Kingwood Highland nahm an diesem besonderen Event teil. Nach einem entspannten Ankommen am Dienstag mit einem ersten Kennenlernen und gemeinsamer Entdeckung des Schlossparks wurde uns auch schon früh klar, welcher unser bevorzugter Tagungsordnungspunkt sein wird: der abendliche, offene Austausch im Bierkeller. Aus persönlicher Erfahrung wissen wir, dass die besten Ideen bei einer Flasche Bier entstehen und zukunftsfähige Partnerschaften auf einem Bierdeckel festgehalten werden. Der Mittwoch bot eine Vielzahl an Themen an, über „Fostering humanity and transformation through farming as learning activity” von Erling Krogh (Norwegian University of Life Sciences) bis hin zu „Jugendliche und Natur – kein Widerspruch“ von Dr. Stephanie Dorandt (i.m.a -information.medien.agrar e.V., Berlin). Durch lange und intensive Diskussionen wurde der Zeitplan immer weiter nach hinten verschoben, so dass wir bis spät in den Abend noch im Tagungsraum saßen. Am Donnerstag wurde es nochmal besonders spannend für uns als verschiedene Modellprojekte und Konzepte vorgestellt wurde, wobei besonders die Idee des „Weltackers“ und das „LERNfeld“ – Programm der ETH Zürich unser Interesse geweckt haben. Natürlich wurden entsprechende Kontakte im Bierkeller geknüpft.

Ein Punkt den wir hervorheben möchten ist, dass auf diesem Seminar alle Teilnehmenden wirklich auf Augenhöhe waren, egal ob Professor, Betriebsleiter oder halt Studenten und Arbeiter wie wir. Dies schaffte eine sehr produktive Atmosphäre, in der die gemeinsame Arbeit einfach Spaß gemacht hat. Das ist nicht selbstverständlich.

Nichts desto trotz haben wir auch angestoßen, dass sowohl Verbände wie auch Forschung und Praxis mehr tun müssen um junge Leute in die Positionen der „Lehrenden“ auf dem Lernort Bauernhof zu bringen. Mit unseren gut 20 Jahren waren wir (mit zwei Ausnahmen) die jüngsten Teilnehmer. Wir wissen aus unserer langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit nur zu gut, dass sich die Effizienz der Kommunikation antiproportional zu der Distanz zwischen Lehrenden und Jugendlichen verhält. Von daher ist es wichtig, in dieser Richtung aktiv zu werden. Nicht nur, um die Vermittlung von Lehrinhalten an Kinder und Jugendliche zu verbessern, sondern auch weil es jungen Leuten, seien es nun Auszubildende oder Studenten der Agrar- oder Umweltwissenschaften, die Möglichkeit gibt ihr Wissen zu festigen und anzuwenden, was sich auch positiv auf die eigene Entwicklung auswirkt.

Insgesamt kann man sagen, dass die verschiedenen Perspektiven aus Forschung und Praxis nicht nur kreative Inputs für uns darstellen, sondern auch dazu anregen, unser eigenes Projekt kritisch zu reflektieren.

Wir möchten der BAGLoB als Tagungsleiter wie auch den anderen Träger der Veranstaltung für die Organisation und Durchführung dieser sehr gelungen Aktion danken und freuen uns schon auf die BAGLoB-Bundestagung vom 2.-4.03.2018 in der Rhön.

 

Cheers, eure Kingwood Highland Farm   

25 Nov

Sicherheit beim Umgang mit Rindern – AKÖ Hohenheim

Sicherheit für Mensch und Tier steht an erster Stelle. Dies gilt selbstverständlich auch bei uns. Natürlich haben wir schon einige Erfahrung im Umgang mit unseren Rinder-Damen und können deren Verhalten gut deuten und entsprechend handeln, aber nichts desto trotz ist es hilfreich von Zeit zu Zeit altes Wissen aufzufrischen. Darüber hinaus können neue Impulse und Ideen bezüglich der Interaktion mit dem Tier niemals schaden.

Genau aus diesen Gründen nahm die Kingwood Highland Farm am 26.10.2017 an dem Präventionskurs „Sicherheit beim Umgang mit Rindern“ auf dem Meiereihof der Universität Hohenheim teil. Dieser gliederte sich in einen theoretischen Teil in dem auf die Gefahrenquellen im Umgang mit dem Rind aufmerksam gemacht wurde wie auch auf das Wesen des Tieres an sich eingegangen wurde. Über allem stand das Motto „Kühe besser verstehen – Sicherer und stressfreier Umgang“. Dies entspricht auch genau unserer Philosophie.

Am Nachmittag konnte dann das theoretische Wissen auf dem Meiereihof praktisch angewandt werden. Neben interessanten Techniken zum Lenken, Fangen und Pflegen des Rindes konnte man sich mit den anderen Teilnehmern austauschen und so ebenfalls aus verschiedensten Erfahrungen lernen.

Wir sind froh, dass wir dabei sein durften und nehmen auf jeden Fall vieles mit was wir selbst ausprobieren und in unsere tägliche Arbeit integrieren wollen. An dieser Stelle möchten wir dem AKÖ (Arbeitskreis Ökolandbau) der Universität Hohenheim danken, welcher das Seminar organisierte, wie der SVLFG für die Durchführung. Nicht zu vergessen ist der Meiereihof, welcher die Infrastruktur stellte wie auch die beiden Kuh-Damen, welche so geduldig mit uns zusammen die verschiedenen Übungen absolviert haben.

Wir können Lehrgänge dieser Art nur weiterempfehlen (auch für alte Hasen und Rinder-Flüsterer!) und freuen uns auf das nächste Mal.

Cheers, eure Kingwood Highland Farm

07 Okt

Nachhaltigkeitskongress 2017 in Frankfurt – Wir waren dabei

Am 14.09 fand der Nachhaltigkeitskongress 2017 in der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter statt. Neben Prominenten Gästen wie der hessischen Umweltministerin Priska Hinz und Shary Reeves (Schauspielerin, Autorin, Moderatorin, Produzentin und ehemalige Fußballspielerin sowie Botschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt) waren auch wir, die Jungs der Kingwood Highland Farm, zu diesem besonderen Event eingeladen.

Vor Ort waren rund 160 weitere Gäste verschiedenster Professionen, inklusive unheimlich vieler Ideen zu dem Themenkomplex Nachhaltigkeit. Unter diesen auch die Gewinner des Ideenwettbewerbs #weilwirweiterdenken. Bei diesem nahmen wir natürlich auch teil, wobei viele von euch uns auf Facebook tatkräftig unterstützt haben. Vielen Dank!

Für den ersten Platz reichte es leider nicht, jedoch waren wir mit unserem Projekt unter den Nominierten des Wettbewerbs. Das ermöglichte es uns auf dieser höchst interessanten Versanstaltung vertreten zu sein. In der kreativen und offenen Atmosphäre des Kongresses konnten wir neue Ideen aufnehmen und wertvolle Kontakte knüpfen.

Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut und möchten an dieser Stelle der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen danken, wie auch die Gewinner des Wettbewerbs zu ihren großartigen Ideen beglückwünschen.

Mit Blick auf den 5. Hessichen Tag der Nachhaltigkeit am 6. September 2018  sagen wir bis bald und frohes Schaffen.

Cheers, eure Kingwood Highland Farm