16 Aug

Climate Escape Room – Ein Kingwood Original

Wir wurden öfters gefragt, wie wir denn auf die Idee kamen, für die Öko-Aktionstage 2019 einen Escape Room zu bauen. Und dann auch noch einen „Climate Escape Room“, dessen Rätsel sich inhaltlich mit den Auswirkungen der Klimakrise befassen.

Nun, auf die Idee kamen wir als wir mal wieder viel zu lange auf unseren Koch warten mussten (selbiger ist nebenbei noch Hauptamtlicher bei der Evangelischen Jugendarbeit in Calden). Nachdem alle Bierreserven, die der Überbrückung der Wartezeit dienen sollten, aufgebraucht waren wurde uns langweilig. Wir sahen ein Escape Room-Spiel rumliegen –  „Das verfluchte Schloss“. Das genügte uns als Inspiration um sein Büro kurzerhand in einen „Escape Room“ zu verwandeln. Die Rätsel des „Verfluchten Büros“ waren vielleicht noch nicht so ganz ausgefeilt, aber wir hatten eine Menge Spaß dabei (und die Mitarbeiter der Jugendarbeit in Calden, die die Rätsel lösen mussten, ebenfalls).

Da wir eh noch auf der Suche nach einer ausgefallenen Idee für die Öko-Aktionstage 2019 waren entschieden wir uns dafür, unsere neu entdeckte Leidenschaft umzusetzen. So erhielt einer unserer Lagerräume eine neue Funktion: als Versteck von H. Ricken, Professor für Klimafolgenforschung.

Die Geschichte: Prof. Ricken wurde schon des längeren von verschieden Interessengruppen gedrängt, seine beunruhigenden und potentiell umsatzmindernden Forschungsergebnisse zu den katastrophalen Folgen der Klimakrise verschwinden zu lassen. Als die Drohungen zunahmen floh der Professor zu seinem Versteck auf einem verlassenen Bauernhof. Dort arbeitete er weiter und versteckte seine Unterlagen, die bei Veröffentlichung „von niemandem, nicht mal der Politik, ignoriert werden könnten“. Nach seinem Verschwinden liegt es nun an seinen Doktoranden (den Teilnehmern), seine Rätsel rund um die Klimakrise zu entschlüsseln und die Unterlagen zu finden. Jedoch wissen sie, dass sie nicht allein auf der Suche sind…

 

Mit diesem Hintergrund wollten wir eine neue Möglichkeit ausprobieren, einen Zugang zu dem Thema Klimakrise und deren Folgen zu gestalten. Wir waren überrascht, wie gut dieses doch eher außergewöhnliche Angebot angenommen wurde und freuten uns sehr über das viele positive und konstruktive Feedback.

 

An dieser Stelle vielen Dank an unsere Gäste, unsere Tester und den Hof Tolle, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte (auch über die Öko-Aktionstage hinaus).

Photo Titel: eine Gruppe, die sich bemüht an Prof. Ricken’s Computer-Passwort zukommen.

Photo Unten: Professor Ricken aka Jannik, sowie Dave und Tim, die sich auf den Videodreh vorbereiten.

 

Cheers, eure Kingwood Highland Farm

24 Jul

Eröffnungsveranstaltung der Öko-Aktionstage 2019 – Retrospektive

„Einen vegetarischen Burger? Ihr habt doch nen Knall.“

Auch wenn inzwischen ein Monat vergangen ist seit der Eröffnungsveranstaltung der Öko-Aktionstage 2019, möchten wir diese dennoch nochmal Revue passieren lassen.

Um es kurz zu fassen: Es war uns eine Freude. Selbstverständlich, es war auch eine Menge Arbeit, doch am Ende stand ein Abend, der uns wie auch unseren Gästen sehr gut gefallen hat. Ein gemütliches, familiäres Beisammensein mit gutem Essen, Trinken und angeregten Gesprächen über Bio, Landwirtschaft und alles, was zum Leben gehört.

Aus mehr als aktuellem Anlass beschlossen wir, die Veranstaltung unter das Thema der Klimakrise zustellen. Wir informierten darüber, wie die unterschiedlichen „CO2 – Fußabdrücke“ von industriell und ökologisch erzeugten Lebensmitteln zustande kommen und wie solche Klimabilanzen erstellt werden. Abschließend boten wir nochmal einen Einblick in unsere eigene, vorläufige Klimabilanz und zeigten, wieviel Treibhausgase ca. hinter einem Kilo unseres Rindfleisches stecken.

Da wir nie um Experimente verlegen sind, vor allem nicht kulinarische, beschlossen wir anstatt der klassischen Bratwurst einen Burger zu servieren. Was unsere Gäste vorher nicht wussten: wir haben uns still und heimlich entschieden unser Speiseangebot komplett regional-vegetarisch zu gestalten – was auf jeden Fall für verwirrte Blicke sorgte.

Aber wir fanden es wichtig, nicht nur über Klimakrise zu sprechen, sondern auch selbst ein Zeichen zu setzen. Mag es noch so klein gewesen sein. Und ca. 300 kg CO2eq einsparen ist ja auch schon mal was. Darüber hinaus konnten selbst eingeschworene Fleischfans sich dem Geschmack unseres „Mattis Hand-Made Burger“ (ein Kingwood Original) nicht erwehren.

Aber wie alles bei uns war auch die Eröffnungsveranstaltung der Öko-Aktionstage eine echte „Familien“-Aktion. Ohne den Einsatz unseres Spitzenkochs Matthias Pimpel, unserer fleißigen, brötchenbackenden Mamis und zahlreicher Freundinnen und Freunden in Bierpils und Küche hätte dieser schöne Abend nicht stattgefunden. Vielen Dank, dass wir immer auf euch zählen können.

Vielen Dank auch an die Ökomodellregion Nordhessen und Silke Flörke, die gemeinsam mit uns diesen Abend plante und durchführte.

 

Cheers, eure Kingwood Highland Farm